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Lodge Trekking in Nepal: Was erwartet dich in den Unterkünften?

Lodge Trekking in Nepal


Dass Nepal ein wahres Paradies für Trekker ist, wissen viele. Doch wie sieht es unterwegs wirklich aus und was erwartet Gäste in den Lodges entlang der Routen? Wer die Berge Nepals zu Fuß bereist, verbringt viele Nächte in diesen einfachen, aber oftmals charmanten Unterkünften. Ein guter Überblick über Zimmer, Essen, Komfort und kleine praktische Details hilft dabei, sich schon vorab ein realistisches Bild zu machen und die Reise entspannt zu planen.

 

  


 

Familiäre Atomsphäre in den Lodges

 

Lodges Atmosphäre

Die Lodges in Nepal sind meist kleine, familiengeführte Häuser. Sie sind funktional eingerichtet und bieten alles Notwendige für einen Trek. Die Betreiber und Mitarbeiter sind sehr freundlich und aufmerksam, sodass man sich sofort willkommen fühlt.

 

Einfache und saubere Zimmer

 

Lodges Atmosphäre

Die Zimmer sind einfach, aber sauber. Meistens gibt es Zweibettzimmer mit Schaumstoffmatten (ca. 5 – 10 cm dick) und einem Kopfpolster. Oftmals sind zusätzliche, warme Decken in der Lodge erhältlich. Eine Heizung gibt es üblicherweise nicht. Deshalb sind warme Kleidung wie Merino-Unterwäsche und ein guter Schlafsack mit einer Komforttemperatur von etwa -5?° bis -10°C besonders wichtig. Trotz der einfachen Ausstattung kann man sich gut erholen.
Einzelzimmer sind in den Lodges grundsätzlich nicht garantiert. In vielen Unterkünften stehen nur begrenzte Zimmerkapazitäten zur Verfügung, weshalb Einzelzimmer oft nicht fix zugesagt werden können. Unsere Guides vor Ort bemühen sich nach Möglichkeit, ein Einzelzimmer zu organisieren, jedoch hängt dies von der jeweiligen Lodge und der aktuellen Auslastung ab.

 

Strom und WLAN in Nepal


Steckdosen stehen in den Zimmern meist nicht zur Verfügung, wer seine Geräte laden möchte, kann dies im Aufenthaltsraum gegen Gebühr tun. Die Kosten liegen je nach Höhenlage der Lodge zwischen € 4,- und € 7,-. In Nepal sind die Stecker teilweise etwas größer als bei uns, funktionieren in der Regel jedoch auch ohne Adapter.  Unser Tipp: Lieber Powerbanks mitnehmen, so kann man Geräte unterwegs mehrfach und unabhängig vom Stromnetz aufladen.
Obwohl die Lodges in der Ausstattung eher einfacher sind, bieten sie in vielen Regionen wie der Everest Region, Annapurna, Manaslu, Langtang oder am Mera Peak die Möglichkeit einer WLAN-Verbindung. Die Qualität schwankt, vor allem in höher gelegenen Lodges, reicht aber für Nachrichten oder das Verschicken einiger Bilder meist aus. Mit zunehmender Höhe wird die Nutzung zudem teurer, teilweise bis zu € 6 für 24 Stunden. In manchen Regionen ist WLAN nur über sogenannte WLAN-Karten verfügbar, die in den meisten Lodges erhältlich sind. Diese sind ab der ersten Nutzung 24 Stunden gültig und oftmals auch in anderen Lodges nutzbar.

 

Aufenthaltsräume in den Lodges

 

Aufenthaltsräume in den Lodges

Der Aufenthaltsraum ist gesellschaftliche Mittelpunkt jeder Lodge. Hier steht oft ein kleiner Ofen, an dem man sich zeitweise wärmen kann. Es wird gegessen, geredet und der nächste Tag besprochen. Gäste aus aller Welt kommen ins Gespräch und teilen ihre Erfahrungen.
Da Brennstoff vor allem in höheren Lagen knapp ist, wird der kleine Ofen meist nur einmal am Nachmittag oder frühen Abend angeheizt. Besonders ab etwa 4000 Metern macht sich die Kälte bei einem Lodgetrekking deutlich bemerkbar. Neben einem warmen Schlafsack empfiehlt es sich daher, ausreichend warme Kleidung einzupacken, wie Thermo Unterwäsche (Merino), eine leichte Daunenjacke, eine PrimaLoft Jacke oder Ähnliches.

 

Essen beim Lodge Trekking in Nepal

 

Lodge Küche und Zubereitung von Momos

Das Essen spielt eine große Rolle. Dal Bhat, das traditionelle Gericht aus Reis, Linsen und würzigem Gemüse, ist besonders beliebt, da es viel Energie liefert. Bei großem Hunger ist es das perfekte Gericht, denn Nachschlag gibt es immer kostenlos. Daneben bieten die Lodges auch Nudeln, Suppen, Kartoffelgerichte Omeletts oder Pancakes an. Alles wird frisch zubereitet, die Qualität ist sehr gut. Fleischgerichte gibt es ebenfalls, werden aber meist nicht empfohlen, da das Fleisch oft mehrere Tage auf Lasttieren transportiert wird und somit keine Hygiene garantiert werden kann.

 

Wasser und Hygiene während einer Trekkingtour

 

Lodges Atmosphäre

Wichtig ist auch das Thema Trinkwasser. Viele Lodges bieten abgekochtes Wasser an, das gegen eine Gebühr erhältlich ist. Wasser, das nicht abgekocht ist, kann man in vielen Lodges kostenlos erhalten, muss aber selbst gefiltert oder mit Entkeimungstabletten (z.B. Micropur) aufbereitet werden. Zusätzlich kann man Mineralwasser in Flaschen kaufen, davon raten wir jedoch aufgrund der Müllproblematik mit PET-Flaschen ab. Sowohl ein Liter abgekochtes Wasser als auch eine Flasche Mineralwasser kosten je nach Höhenlage meist zwischen € 2,- und € 4,-.

Die Toiletten in den nepalesischen Lodges sind schlicht gehalten. Häufig findet man Hocktoiletten oder Plumpsklos, nur vereinzelt einfache Spültoiletten. Man sollte eigenes Toilettenpapier mitnehmen, da dies nicht bereitgestellt wird. Hygienetücher oder Desinfektionsmittel sorgen für etwas zusätzlichen Komfort unterwegs.

Duschen gehören auch in vielen Lodges zur Ausstattung, sind jedoch meist einfach gehalten. Oft stehen Gemeinschaftsduschen zur Verfügung, deren Komfort je nach Höhenlage und Lodge variiert. In vielen Lodges gibt es zusätzlich ein Waschbecken, allerdings nicht in jeder Unterkunft. Nach einem langen Trekkingtag sind sie dennoch eine angenehme Möglichkeit, sich kurz frisch zu machen. Der Preis für eine warme Dusche liegt in der Regel bei etwa € 6,- bis € 8,-.

 

Unterschiede je nach Trekkingregion


Je nach Region unterscheiden sich die Unterkünfte. Im Everest-Gebiet sind die Lodges oft besser ausgestattet, während die Unterkünfte in abgelegeneren Gebieten wesentlich einfacher sind. Grundsätzlich bleibt das Prinzip überall gleich: funktionale Häuser mit einer freundlichen Atmosphäre.

 

Fazit: Lodges sind Teil des Erlebnisses


Für alle, die zum ersten Mal nach Nepal reisen, ist es beruhigend zu wissen, was einen erwartet. Die Lodges sind sicherlich keine Luxushotels und auch nicht mit Berghütten in den Alpen zu vergleichen, aber sie sind ein wesentlicher Teil des Trekkingerlebnisses. Sie bieten relative Wärme, ein Dach über dem Kopf und einen Einblick in das Leben der lokalen Bevölkerung. Wer sich auf die Einfachheit einlässt, wird das Trekking mit seinen Lodgeaufenthalten als etwas ganz Besonderes erleben.

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