Heute haben wir im Zuge einer sehr schönen, langen und sehr abwechslungsreichen Wanderung den schönen Vulkan Osorno umrundet.
Nun, Dreiviertel der Umrundung haben wir im Auto zurückgelegt, im Zuge der Anfahrt zum Ausgangspunkt unserer Wanderung. Nach ca. 1,5 Stunden waren wir angekommen und konnten um knapp vor 10 Uhr in unsere Wanderung starten.
In dichtem patagonischen Urwald ging es los, der schneebedeckte Kegel des Bilderbuch-Vulkans Osorno blitze immer wieder über unseren Köpfen durch das Gebüsch.
Nach einer guten Stunde hatten wir unseren heutigen Anstieg geschafft. Wir hatten den Paso Desolacion mit ca. 1100 Meter erreicht. Mittlerweile hatten wir den Urwald längst hinter uns gelassen und waren in der Lava-Wüste an den Südhängen des Osorno.
Weiter ging unsere Wanderung in Richtung des großen Lago de los Santos. Vor uns am nahen Horizont der mächtige Monte Tronador, den wir gestern im Zuge unserer Fahrt von Bariloche nach Puerto Varas ja quasi umrundet hatten.

Wir konnten eine aussichtsreiche Mittagspause einlegen, mit beeindruckenden Blicken auf den Tronador, im Vordegrund der blaue Lago de los Santos und neben uns der kühne Kegel des Osorno, mit 2650 Metern Höhe der hier dominierende Berg.

Wir sind abgestiegen, bald wieder in immer dichten Urwald, der sogar an Südfranzösische Machia erinnerte, bis zum Ufer des Sees. Dort überaschte uns die warme Wassertemperatur, so dass einige von uns, großteils Frauen ;-) sogar ein erfrischendes Bad genossen.

In Petrohue haben wir nach gut 7 Stunden unsere heutige Wanderung abgeschloßen und sind in unser Hotel zurückgefahren.
Morgen verlassen wir das Seengebiet von Puerto Varas und fliegen nach Südpatagonien, nach Punta Arenas, nahezu am südlichen Zipfel des Kontinents. Dort werden wir morgen noch eine Küstenbwanderung unternehmen. Übermorgen dann werden wir versuchen Wale zu sichten, vordem es dann in Richtung Torres del Paine Nationalpark zu der langen Trekkingtour unserer Reise weitergehen wird.



