Heute sind wir sehr früh aufgestanden, hatten nur kurze Zeit, um uns zu stärken, und um halb sechs mussten wir los in Richtung Gokyo Ri (5360 m). Wir starteten früh, um die Hitze und den Andrang anderer Bergsteiger zu vermeiden. Tatsächlich waren wir fast allein am Berg. 
Auch beim Abstieg war der frühe Start von Vorteil, da der Schnee noch nicht geschmolzen war und der Weg dadurch weniger rutschig und eisig blieb. Der Aufstieg selbst war sehr steil, wir gingen langsam und machten viele kurze Pausen. Etwa ab der Hälfte konnten wir bereits den Mount Everest sehen, und mit jedem Höhenmeter zeigte er sich deutlicher.
Nach rund drei Stunden erreichten wir den Gipfel des Gokyo Ri. Der lange Aufstieg hatte sich definitiv gelohnt. Wir machten viele Fotos und Videos und genossen die beeindruckende Aussicht auf den türkisblauen Gokyo-See und den Everest. Nach einer halben Stunde und ein paar Snacks am Gipfel machten wir uns wieder auf den Weg nach unten.
Der Abstieg war nicht zu unterschätzen, wir brauchten etwa zwei Stunden, und die Hitze nahm bereits deutlich zu. Unten angekommen waren die meisten Teilnehmer erschöpft und freuten sich auf ein gutes Essen, bevor wir weiter in Richtung Dragnag (4700 m) am Fuße des Cho La aufbrachen.
Der Weg dorthin war beeindruckend, mit kleinen Auf- und Abstiegen durch den Ngozumpa-Gletscher, den längsten Gletscher Nepals. Die Gletscherlandschaft hat uns sehr beeindruckt, es war faszinierend zu sehen, wie sich der Gletscher langsam bewegte und dabei immer wieder kräftige, donnernde Geräusche erzeugte.
Nach etwa zweieinhalb Stunden durch diese einzigartige Landschaft erreichten wir Dragnag (4700 m), wo wir uns nach diesem anspruchsvollen Tag erholen konnten.
Morgen steht unsere erste Passüberquerung über den Cho La auf dem Programm, ein weiterer spannender Abschnitt unserer Tour!




