Programmübersicht
1. Tag: Ankunft in Kasachstan und Fahrt ins Altai-Gebirge
Individuelle Ankunft in Almaty am Vormittag nach dem langen Interkontinentalflug ab Europa. Nach den unkomplizierten Einreiseformailtäten am Flughafen Almaty checken Sie am Inlandsterminal für den Weiterflug von Almaty nach Ust-Kamenogorsk (bzw. Öskemen) ein.
Der Flug in die Stadt Öskemen, wie die im Nordosten von Kazachstan gelegene Stadt offiziell heißt, dauert nochmals fast 2 Stunden. Am kleinen Flughafen von Öskemen werden Sie in Empfang genommen und fahren per Minibus ca. 3,5 Stunden durch tief-winterliche Landschaft weiter nach Osten, bis knapp an die Grenze zu Russland und China. Nun wartet noch ein Skidoo (mit Anhänger für das Gepäck bzw. die Passagiere) und bringt Sie innerhalb von knapp 15 Minuten von der Landstraße bis zu unserem abgelegenen Jurtenlager, wo Sie sich für die kommende Woche einquartieren.
Nach der langen Anreise steht heute nur mehr ein feines Abendessen bzw. vielleicht ein Besuch des heißen Banya (russische Sauna) am Programm. Am Abend besprechen wir die kommenden Tage und bereiten uns auf die morgige, erste Skitour der Reise vor.
2. – 7. Tag: Skitouren im Altai-Gebirge
In diesen sechs Tagen werden wir täglich Skitouren unternehmen und den lockeren, sibirischen Pulverschnee genießen. Das zur Verfügung stehende Skigelände ist weitläufig, erstaunlich abwechslungsreich und steht uns quasi exklusiv zur Verfügung.
Trotz der relativ niedrigen Berge - das Jurtenlager liegt auf ca. 750 Meter, der höchste Berg ist knapp 1700 Meter hoch - kommt man im Zuge der hiesigen Skitouren durchaus auf seine Kosten. Je nach Tagesprogramm werden mehrere Aufstiege und Abfahrten unternommen, die jeweils von ca. 250 bis zu 500 Höhenmeter oder mehr betragen können. Der Aufstieg zum höchsten Gipfel „Adler-Spitze“ (ca. 1700 m) wird je nach Bedingungen im Zuge des Aufenthaltes unternommen. Sie sollten damit rechnen, je nach Bedingungen, Tagesprogramm und Motivation der Gruppe täglich ca. 1000 bis 1300 Höhenmeter (fallweise auch mehr) im Zuge von mehreren Aufstiegen und Abfahrten zu absolvieren. Mehrmaliges auf- und abfellen ist jedenfalls unerlässlich. Entsprechend gut sollten Ihre Felle bzw. der Kleber sein (notfalls bitte neuen Kleber auftragen lassen).
Die Touren finden durchwegs im bewaldeten Gebiet unterhalb der Waldgrenze statt. Die Abfahrten durch lichten Wald oder kleinen Waldschneisen sind erstaunlich rassig und können von ca. 25° bis zu knapp 40° Steilheit aufweisen. Auf Grund des weitläufigen Gebietes, das uns quasi exklusiv zur Verfügung steht und des regelmäßigen Niederschlages findet nahezu jede Abfahrt in unverspurtem Gelände statt.
Das Gelände ist sehr abwechslungsreich und wurde von den lokalen Bergführern in verschiedene Sektoren eingeteilt, die alle unterschiedlichen Charakter aufweisen. Von flacheren, gemütlichen Abfahrten bis zu steilen Rinnen und Abfahrten mit „Powder Pillows“ und „Mushrooms“ wird nahezu alles geboten, was die Herzen von Pulverschnee-Liebhabern schneller schlagen lässt!
Auf Grund der sehr tiefen Temperaturen und sehr trockenen Luft ist der Pulverschnee extrem locker und leicht - „Champagne Powder“ wie er im Buche steht! Temperaturen von -20° bis -30° Celsius (und auch tiefer) sind im Bereich des Jurtenlagers um diese Jahreszeit normal. Auf Grund der lokalen, starken Inversionslage sind die Temperaturen am Berg angenehmer als im Bereich der Jurten, aber jedenfalls so tief, dass der Schnee eine ganz besondere Qualität aufweist. Da wir uns innerhalb der Baumgrenze bewegen ist der Windeinfluss auf den Schneedeckenaufbau auch eher gering, was wiederum die Schneequalität erhöht.
Je nach Tagesprogramm bzw. ausgewähltem Tourenrevier werden die Touren direkt ab dem Jurtenlager unternommen (z.B. „Sunny Pass“ oder „French Bowl“), oder der Tag beginnt mit einem kurzem Transfer per Skidoo, um die etwas weiter entfernten Reviere schneller zu erreichen (z.B. „Pillows Zone“, „Stormy Zone“, „Eagle Peak“ und viele mehr...).
Auf Grund des extrem lockeren Pulverschnees empfehlen wir sehr breite Ski (idealerweise 110-125 mm Breite an der Bindung) sowie Felle mit sehr guter Haftung auf Grund der tiefen Temperaturen und des mehrmaligen auf- und abfellen.
Das lokale Bergführerteam besteht aus einheimischen englischsprachigen Ski- und Bergführern mit kanadischer bzw. nordamerikanischer Ausbildung und speziellen lawinenkundlichen Ausbildungen. Ein Bergführer führt maximal sechs Teilnehmer, bei Bedarf kann ein Zweitführer die Gruppe begleiten.
8. Tag: Rückreise nach Almaty
Heute Früh heißt es nach dem Frühstück Abschied zu nehmen, von dem Jurtenlager, der tollen mannschaft, die sich so hervorragend um uns gekümmert hat, sowie den umliegenden Berge, die wir im Zuge der Skitouren kennengelernt haben.
Unser Gepäck wird mit einem ersten Skidoo-Transfer zum wartenden Minibus and der Landstraße gebracht, die Teilnehemr folgen in einem zweiten Skidoo-Transfer. Nun geht es innerhalb von 3 bis 4 Stunden retour nach Ust-Kamenogorsk, wo wir am Flughafen in den Flug nach Almaty einchecken. Auf Grund des Flugplanes und der Lage des Jurtenlagers (3-4 Stunden Fahrt nach Ust-Kamenogorsk) kann lediglich der Flug am frühen Nachmittag genutzt werden. Deshalb muss vor dem Weiterflug von Almaty nach Europa mit einer Übernachtung in Almaty gerechnet werden.
Das Gepäck kann in der Regel nicht von Ust-Kamenogorsk bis Europa durchgecheckt werden, sondern muss in Almaty in Empfang genommen und am nächsten Tag wieder neu eingecheckt werden.
9. Tag: Heimflug oder individuelle Reiseverlängerung
Je nach Flugplan erfolgt der Heimflug ab Almaty in der frühen Morgenstunden. Sie werden vom Hotel in Almaty zum Flughafen gebracht.
Gerne kann der Aufenthalt in Kasachstan individuell verlängert werden. Wir sind mit der Organisation einer Reiseverlängerung gerne behilflich.
Detailprogramm mit vielen wichtigen Informationen als PDF zum Download!