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Wissenswertes zu unseren Reisen in Nepal

 

Länderinfos Nepal  [Geografie] [Trekkingwetter] [Einreise] [Lodge-Trekking] [Literatur]

 

Geographie und Landschaft                               [zum Seitenanfang]

 

Nepal, ehemals Königreich, ist seit 2007 ein junges demokratisches Land im Schatten des gewaltigen Himalayas. 
Eingekeilt zwischen den zwei asiatischen Riesen Indien und China bildet Nepal das Herzstück der über 2500 km langen Bergkette des Himalaya: acht der vierzehn Achttausender, darunter der 8850 Meter hohe Mount Everest krönen das Land. Winzig im Vergleich zu den großen Nachbarn ist Nepal mit ca. 150.000 km² jedoch flächenmäßig fast doppelt so groß wie Österreich.

Nepal Übersicht fin

 

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Nepal ist ein Land der Extreme: von den eisbedeckten Gipfeln geht es über unzählige Höhen- und Vegetationsstufen bis hinunter in die tropischen Niederungen des Terai (ca. 70 m.ü.N.N.) an der Südgrenze zu Indien. 
Nepal weist nicht nur den größten Höhenunterschied auf, es ist ebenfalls das durchschnittlich höchst gelegene Land der Erde. 

Obwohl die gewaltigen Bergriesen des Himalaya im Norden zweifelsfrei den beeindruckendsten Teil Nepals ausmachen, haben sie flächenmäßig mit ca. 17% nur einen relativ geringen Anteil. Südlich schließt sich das mittlere Bergland des vorderen Himalaya mit ca. 66% der Gesamtfläche an, das Tiefland des Terai an der Indischen Grenze, mit ca. 17% der Gesamtfläche Nepals, bildet schließlich den fruchtbaren und üppigen Dschungelgürtel des Himalayagebirges. 

Hieraus lässt sich schon die Vielfalt an Vegetationsstufen erahnen. Sie reichen von tropischen Regenwäldern, subtropischen Nadelwäldern und gemäßigten Zonen mit Akazien- und Ahornwäldern, bis zu Kiefern-, Eichen- und Rhododendrenwäldern (Alpenrosen) in den niedrigen Berglagen. Steigt man weiter auf erreicht man Zonen alpiner Vegetation mit spärlicher Bewaldung und Trockensteppen und schließlich Gebirgs- und Hochgebirgswüsten.

Nahezu jede Trekkingtour in Nepal führt durch verschiedene Vegetationszonen und bietet unvergleichliche Landschaften: von schwülen üppigen Tälern mit charakteristischen terrassierten Feldern, auf denen Reis, Weizen und Gerste angebaut wird, über alpine Almen mit üppigen Blumenwiesen bis zu hochalpinen Bergregionen die von Stein und Eis dominiert werden. 

Aus den stark vergletscherten Gebirgszügen fließen zahlreiche Flüsse von Tibet in Richtung Süden nach Indien und münden schließlich in den für Hindus heiligen Ganges. Die wichtigsten Flüsse Nepals sind der Karnali im Westen, der Sun Koshi im Osten und der Kali Gandaki in der Zentralregion, dessen gletschergespeiste Fluten zwischen Dhaulagiri (8167m) und Annapurna (8091m) die tiefste Schlucht der Welt gegraben haben. 

 


 

Klima und Trekkingwetter                               [zum Seitenanfang]

 

Auf Grund der geographischen Lage und des dadurch entstehenden Wetters gibt es in Nepal zwei Hauptreisezeiten für Trekking- und Bergtouren. 

Die beliebteste Trekkingzeit im nepalesischen Himalaya ist der trockene Herbst von Anfang Oktober bis Ende November. Die klare, von dem im September endenden Monsun gereinigte und mittlerweile trockene Luft bietet außergewöhnliche Fernsicht und sehr stabile Wetterverhältnisse.
In den niedrigen Tallagen um 1000 Meter ist es schwül und warm, subtropische Verhältnisse erwarten Wanderer in diesen Regionen. In höheren Lagen um 3000 bis 4000 Meter sind die Tagestemperaturen geradezu ideal für Bergsteiger. Verschwindet die Sonne wird es allerdings schnell kühl: Nachttemperaturen um bzw. unter dem Gefrierpunkt sind auf Höhen um 3000 bis 3500 Meter nicht unüblich.

Ab Mitte Dezember fängt der Winter an. Schneearm jedoch kalt wird es nun in den Bergregionen Nepals. Trekkingtouren in niedrigen bzw. geschützten Lagen sind durchaus machbar und auf Grund der klaren Luft, stabilen Sichtverhältnisse und nicht zuletzt wegen des geringen touristischen Andrangs lohnend.

Im März beginnt auch in Nepal die Frühlingssaison. Der Frühling ist die zweitbeliebteste Jahreszeit für Nepal: warme Temperaturen und aufblühende Vegetation locken mittlerweile viele Trekker an. Wer die unbeschreiblich üppige Farben- und Blütenpracht erlebt hat, nimmt auch die zeitweise, aufgrund diesiger Luft, etwas schlechtere Fernsicht in Kauf. Die hohen Pässe sind zu dieser Jahreszeit üblicherweise frei, Schneefälle sind jedoch nicht ganz auszuschließen und können die Übergänge erschweren.

Anfang Juni fängt mit dem aufkommenden Indischen Monsun die eigentliche zweite, die feuchte Jahreszeit in Nepal an. Speziell am Südrand des Himalaya kommt es während der Sommermonate bis Ende September zu intensiven Steigungsregen. Nur in inneren Gebirgstälern, welche im Regenschatten der Hauptkette liegen, z.B. Dolpo, lohnt es sich in dieser Jahreszeit eine Trekkingtour zu unternehmen.

 

Klimatabelle Kathmandu (1337 m)

  Jan Feb

Mar

Apr Mai Jun Jul Aug Sep

Okt

Nov Dez

Temperatur 0 Max. °C

16,5

19,0

23,7

26,8

27,7

27,5

27,0

27,2

26,0

24,6

21,3

18,3

Temperatur 0 Min. °C

2,2

3,3

7,5

11,6

15,5

19,0

19,8

19,6

18,0

13,4

6,9

2,1

Sonnenstunden

6,6

7,7

7,9

7,1

7,7

5,9

3,9

4,5

5,4

6,3

7,9

6,2

Regentage

2

2

3

6

10

16

22

20

14

5

1

1

Niederschlag (mm)

14

17

33

48

97

227

383

295

196

88

6

12

 

 


 

Visum und Einreise                               [zum Seitenanfang]

 

Für die Einreise nach Nepal benötigen Staatsbürger aus der EU und der Schweiz einen gültigen Reisepass und ein Visum.

Ihr Reisepass sollte bis mindestens 6 Monate nach Reiseende gültig sein.

Das Visum beantragen Sie am besten vor Ihrer Abreise beim zuständigen Konsulat. 
Bei Buchung einer Tour erhalten Sie von CLEARSKIES alle nötigen Unterlagen um dieses Visum problemlos zu erhalten.

Zur Not kann das Visum auch bei der Einreise am Flughafen in Kathmandu beantragt werden, dies kann aber mit einiger Wartezeit verbunden sein. 

 


 

Lodge-Trekking - die gemütliche Art Nepal zu entdecken.                               [zum Seitenanfang]

 

Die vielbesuchten und beliebtesten nepalesischen Trekkinggebiete Annapurna, Everest und Langtang weisen ein mittlerweile sehr dichtes Netz an Lodges (Berghütten) auf.
Diese in früheren Jahren meist sehr einfachen, mit Matratzenlager ausgestatteten Hütten wurden nun durch großteils sehr gemütliche und urige Berghütten ersetzt. Die stattlichen und sauberen Gebäude sind meist mit einfachen 1- und 2-Bett Zimmern ausgestattet, manche werben heutzutage mit durch Sonnenenergie geheizte Warmwasser-Duschen. 

Herzstück jeder Lodge, wie bei allen nepalesischen Häusern, ist die Küche mit dem aus Lehm errichteten Ofen. Hier werden auf dem heiligen Holzfeuer nach traditioneller Manier, mit schönen kupfernen Pfannen und Töpfen die schmackhaftesten Gerichte zubereitet. 
In dem angrenzenden gemütlichen Gemeinschafts- und Speiseraum treffen sich am Abend die Bergsteiger der verschiedensten Nationen. Um den zentralen Ofen werden Erfahrungen ausgetauscht und Erlebnisse zum Besten gegeben. Auch wir werden hier Abendessen und Frühstück geniessen. 

Auf diesen Touren beschränkt sich unsere Mannschaft auf Träger, die ebenfalls in unseren Lodges untergebracht werden und sich um unsere Ausrüstung kümmern. 
Unsere Teilnehmer brauchen also nur ihren Tagesrucksack mit dem nötigsten für die jeweilige Tagesetappe selber tragen. Beim Erreichen der Lodge warten die Träger meistens schon auf uns und Sie bekommen Ihr restliches Gepäck ausgehändigt. 
Ca. 10 bis 12 kg pro Teilnehmer werden von unseren Trägern übernommen.

 


 

Zelt-Trekking - abseits der vielbegangenen Pfade.

 

In vielen Regionen Nepals muss auch heutzutage auf Zelte zurückgegriffen werden um anspruchsvolle Trekkingrunden bewältigen zu können. 

Trekking mit Zelt bedeutet einerseits Komfortverzicht, jedoch bieten Zelte eine viel größere Freiheit dorthin zu wandern wo wan will, für die Nacht dort zu stoppen wo es gerade am schönsten ist. Am nächsten Morgen, nach einem zeitigen Frühstück wird das Lager abgebaut und die nächste Etappe in Angriff genommen. 

Für ein Zelt-Trekking benötigen wir eine größere einheimische Mannschaft, bestehend aus einem Sirdar, einem Koch und Trägern für die gesamte Ausrüstung inklusive Mannschaftszelte und Verpflegung. Auf solchen Touren sind wir soweit wie möglich autark, um den ansässigen Menschen nicht zur Last zu fallen. Gekocht wird mit Petroleum um das Brennholzproblem nicht weiter zu verschärfen. 

Von unseren Teilnehmern erwarten wir ein gewisses Maß an Mitarbeit beim Auf- und Abbau der Lager, da unsere Mannschaften Teil der Gruppe und nicht Diener sind. 
Untertags brauchen unsere Teilnehmer auch bei diesen Touren nur ihren Tagesrucksack zu tragen, von unseren Trägern werden ca. 12 kg pro Teilnehmer übernommen. 

Die Schlafzelte für Teilnehmer sind neuwertige, von CLEARSKIES zur Verfügung gestellte Zelte. Jeweils 2 Teilnehmer schlafen in einem 3-Mann Zelt, Einzelzelte sind auf Anfrage möglich.

 


 

Literaturtipps für Nepal                               [zum Seitenanfang]

 

Reiseführer:

Nepal. Hans-Joachim Aubert.
Dumont - Richtig Reisen - ISBN 3-7701-3548-2

The trekking peaks of Nepal. Bill O'Connor.
The Crowood Press - ISBN 1-85223-651-5

Nepal - Durchwandern und Erleben. Wolfgang Nairz.
Steiger Verlag. Innsbruck - ISBN 3-85423-028-1

Nepal. Tony Wheeler, Richard Everist et al.
Lonely Planet - ISBN 0-86442-102-8

Trekking in the Nepal Himalaya. Stan Armington.
Lonely Planet - ISBN 0-86442-051-X

 

Karten:

Himalaya. 1:1.500.000
Nelles Maps - ISBN 3-88618-602-4

Langthang Himal - West. 1:50.000
Alpenvereinskarte Nr.0/10 - Alpenvereinskartographie.

Langthang Himal - Ost. 1:50.000
Alpenvereinskarte Nr.0/11 - Alpenvereinskartographie.

Chomolongma - Mount Everest. 1:25.000
Alpenvereinskarte Nr.0/2 - Alpenvereinskartographie.

Topographische Trekkingkarten verschiedener Regionen Nepals sind in Kathmandu erhältlich. - Qualität sehr unterschiedlich.

 

Bildbände:

Himalaya Alpine-Style. Andy Fanshawe, Stephen Venables.
Baton Wicks. London - The Mountaineers. Seattle - ISBN 1-898573-39-5

Mallorys Geheimnis. David Breashears, Audrey Salkeld.
Steiger Verlag. München - ISBN 3-89652-220-5

Chasseurs de miel. Eric Valli, Dianne Summers.
Nathan images, 1988.

Dolpo, le pays caché. Eric Valli.
Le chêne, 1986.

Und alle weiteren Bücher von Eric Valli.

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